Gartenliteratur - das Weblog rund um Garten und Literatur
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Neue Buchempfehlung

Hachmann Mein Wunscherbe Teil 1: Zwischen zwei Welten. Eine biografische Liebes-Reise-Dokumentation über die Gründerin der Deutsch-Indischen-Gesellschaft in Hamburg e.V. 288 Seiten Acabus Verlag 2010

Ein vor allem aus Briefen bestehender Roman? Für mich, die ich keine Briefschreiberin bin und eigentlich keinen Briefroman kenne, der mich gefesselt hätte? Ich gestehe, ich habe das Buch aus Neugier eigentlich nur gekauft, weil ich die Autorin vom Twittern "kannte" und ich ein Faible für die indische Küche habe. In den Besprechungen war keine Rede von einer Lektüre für Gartenfreunde; aber man kann ja auch mal was anderes lesen.

Doch es kam die Überraschung: Natur (z. B. die Schilderung der Lüneburger Heide), Garten (die Hauptperson liebt ihren Garten) und Botanik (die andere Hauptperson ist Leiter des botanischen Gartens in Kalkutta) sind sehr wohl thematisiert in diesem Roman! Und es faszinierte mich doch sehr, wie spannend Briefe sein können. Man sollte Vorurteile öfter mal überprüfen

Aber zum Inhalt:
Das Leben schreibt die besten Geschichten, könnte man sagen. Die Autorin bekommt nach dem Tod ihrer Mutter ein Paket mit Briefen, Tagebüchern und Fotoalben vererbt. So erfährt sie etliche Details aus dem Leben ihrer verstorbenen Mutter, die ihr bis anhin unbekannt waren. Sie hat sie in diesem Buch einfühlsam zusammengestellt und teilweise kommentiert.

Die junge Studentin Lieselotte verliebt sich in Irland in den angehenden indischen Botaniker Deboo. Der zweite Weltkrieg trennt die beiden. Sie heiratet dann ihren Verehrer Hans Hachmann, dem sie von ihrer großen Liebe erzählt hat, wird Mutter von vier Töchtern. Nach Kriegsende nimmt sie über den Botanischen Garten in Kalkutta Kontakt mit Deboo auf und es beginnt ein reger Briefwechsel zwischen den beiden, der viel von ihrem Leben und Empfinden offenbart.
Lieselotte gründet die Deutsch-Indische-Gesellschaft und setzt sich als deren Präsidentin unermüdlich für Inder und die Indische Kultur ein. Während dieser Zeit hat sie viele Kontakte zu hochrangigen indischen Politikern, Professoren und indischen Studenten. Als auf der einen Seite pflichtbewusste Ehefrau und Mutter, auf der anderen Seite von der Sehnsucht nach Indien getrieben, setzt sie alles daran, nach Indien reisen und ihren Geliebten wiedersehen zu können.
Schließlich geht ihr großer Wunsch, unterstützt von ihrem verständnisvollen Mann, in Erfüllung. Doch nicht nur zwischen den Zeilen erkennt man die Schwierigkeiten dieser Quasi-Ehe zu dritt in den Briefen ihres Mannes, die er nach Indien schickt und ihren Antworten.

Es ist eine spannende Biografie und Liebesgeschichte, die mich sehr berührt hat, die viel Wissenswertes über die indische Kultur vermittelt und die ich sozusagen nur vom Schlaf unterbrochen innerhalb von zwei Tagen gelesen habe. Der Band endet vor dem Zusammentreffen mit Deboo - und jetzt bin ich riesig gespannt auf die Fortsetzung!

Maria Zauberfee 02.09.2010, 21.32 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Literatur | Tags: buchempfehlung, rezension, wunscherbe, indien, liebesroman, biografie,

Neue Fotos aus meinem Garten

Und mal wieder einige Fotos aus meinem Garten. Es blüht nicht viel (wie immer im August, weil ich keine Einjährigen habe, die Annabelle-Hortensien verlieren schon Farbe), aber ich liebe die verschiedenen Töne des Blattwerks von Hosta, Heuchera & Co!
























Maria Zauberfee 16.08.2010, 17.11 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Garten | Tags: gartenfotos, blattwerk, pflanzen,

Rosennamen



Wieder einmal habe ich die Herkunft von Rosennamen "erforscht" - z. B. wer war 'Archiduc Joseph'?
Rose Archiduc Joseph Foto Wolfgang BrandtRose Archiduc Joseph
Das größte Interesse von Erzherzog Joseph Karl Ludwig von Österreich galt der Botanik und der Biologie. Er schuf mit dem Gutspark Alcuth einen der schönsten botanischen Garten in Ungarn, in dem er damals in Ungarn fast völlig unbekannte südamerikanische Pflanzenarten pflanzte.
Über die Flora berichtete er in wissenschaftlichen Publikationen. Auch auf der Margereteninsel ließ er etliche Pflanzenraritäten anpflanzen.

Während das Schloß im 1. Weltkrieg fast völlig zerstört wurde, überlebte der Park relativ unbeschädigt; obwohl viele Pflanzen verloren ging, gibt es noch genug Raritäten zu bestaunen. Der größte Baum ist eine Libanon Zeder (Cedrus libani), 29 Meter hoch. Die riesigen Gewächshäuser, die eine viel größere Fläche hatten in als die in Budapest, gibt es aber nicht mehr. Das Arboretum kann heute noch besichtigt werden.

Mehr lesen

Maria Zauberfee 12.08.2010, 17.59 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Gartenpflanzen | Tags: rosen, namen, rosennamen, Archiduc, Joseph, Alcuth, Ungarn,

Gartentherapie

Quelle der Gesundheit: Der Garten als Therapie

Gärten beleben und entspannen - welcher Gartenbesitzer wüsste das nicht. Aber sie können noch viel mehr. Viele Traumapatienten und Demenzkranke profitieren inzwischen von der Gartentherapie. Nicht nur Schädel-Hirn-Trauma-Patienten wie Heinz K., Patient der Klinik für neurochirurgische und neurologische Rehabilitation in Hattingen-Holthausen, verbesserten im Umgang mit Garten und Pflanze ihre Konzentration und Feinmotorik. Auch Kinder lernen in Therapiegärten motorische Störungen zu überwinden, wie beispielsweise im Heilpädagogischen Kindergarten Holzminden.
Eines der Geheimnisse von Gartentherapie ist der "Aufforderungscharakter" von Pflanzen und Gärten. Nicht der Therapeut will etwas von dem Patienten, sondern die Pflanze signalisiert mit schlaffen Blättern, dass sie dringend gegossen werden muss.

Weitere Therapiegärten sind der Botanische Blindengarten Storchennest in Radeberg, der Asiatische Garten im Therapiezentrum Kraichtal-Münzesheim der Fachklinik für suchtkranke Männer. Mehr lesen

Und hier meine Büchertipps zum Thema Gartentherapie!

Maria Zauberfee 06.08.2010, 19.33 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien | Tags: presse, gartentherapie, klinik, garten, gesundheit, buchtipps, ,

Guerilla-Gardening

Ich berichtete schon über mal Guerilla-Gardening - hier.
 
Jetzt möchte ich darauf hinweisen, daß Richard Reynolds - Guerilla Gärtner aus London - am 20.8. im Folkwang Museum Essen einen Vortrag zu dem Thema hält.
 
Im Anschluss an den Vortag wird Reynolds Interessierte auf einen “Seed Bombing Walk” mitnehmen und mit ihnen den Essener Stadtraum mit dem Blick des Guerilla-Gärtners erkunden - mehr lesen!

Maria Zauberfee 05.08.2010, 15.44 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Vermischtes | Tags: guerilla, gardening, reynolds, vortrag, seed, bombing, essen, folkwang, museum,

Kunstaktion im "stillen Örtchen"

Ergänzung zum Blogeintrag Welt-Toilettentag

Vom 3. bis 14. August wird der Künstler Steffen Cyrus (*1981) im Rahmen seines Graduiertenstipendiums der Bauhaus-Universität Weimar für 2 Wochen durch Deutschlands Museen touren und eine Kunstaktion im "stillen Örtchen" durchführen. Seine Arbeiten wird er jeweils im Waschraum der Museumstoiletten ausstellen; wer das Kunstwerk findet, darf es behalten- also wachsam beim nächsten Museumsbesuch!
 Mehr - Orte usw. - hier!!

Maria Zauberfee 03.08.2010, 17.46 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Vermischtes | Tags: kunstaktion, museen, toilette, oertchen, stillen, cyrus,

Luisenjahr 2010 Rose Königin Luise und mehr

Im Luisenjahr 2010 möchte ich auf die ihr gewidmete Rose 'Königin Luise und Rosen, die ihren Verwandten gewidmet wurden, hinweisen...

Luise Prinzessin zu Mecklenburg-Strelitz, vollständiger Name: Luise Auguste Wilhelmine Amalie Herzogin zu Mecklenburg (10.3.1776-19.7.1810),
die erste Gattin des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III von Preußen, ist die populärste Frau und die beliebteste der insgesamt elf Königinnen der preußischen Geschichte. Außerdem ist sie wohl neben Friedrich dem Großen die herausragende Persönlichkeit der Hohenzollern-Dynastie.
 
Sie wurde als Kind von Karl II. Herzog von Mecklenburg-Strelitz (1741–1816) und Friederike Prinzessin von Hessen-Darmstadt (1752–1782) in Hannover geboren. Als Luise sechs Jahre alt war, starb ihre Mutter. Sie hatte 5 Geschwister; während die Söhne bei ihrem Vater in Hannover blieben, kamen die drei Töchter zu ihrer Großmutter Marie Luise Albertine von Hessen-Darmstadt in Darmstadt, wo sie eine ungezwungene und glückliche Kindheit verbringen durften.
 
Den vier "vier schönen und edlen Schwestern auf dem Thron" Therese (wurde eine von Thurn und Taxis), Charlotte (1785 durch Heirat Herzogin von Sachsen-Hildburghausen) und Frederike widmete Jean Paul seinen vierbändigen Romanzyklus "Titan". Luise, die ihn am „Kleinen Musenhof“ ihrer Schwester Charlotte in Hildburghausen kennen gelernt hatte, zeigte sich ihm als begeisterte Leserin seiner Werke. Dies brachte Jean Paul dazu, im Oktober 1800 ganz nach Berlin zu ziehen.
 
Als König Friedrich Wilhelm II Luise und ihre jüngere Schwester Friederike im Frankfurter Theater "zufällig" kennenlernte, war er von den beiden jungen Frauen tief beeindruckt und so kam es im Jahre 1793 schließlich zu einer Doppelhochzeit. Luise heiratete am 24. Dezember 1793 den Kronprinzen und späteren König Friedrich Wilhelm III aus dem Hause Hohenzollern und zwei Tage später Friederike ihren Schwager Louis. Die beiden Paare wohnten in Berlin in nebeneinander liegenden Gebäuden an der Straße Unter den Linden, im Kronprinzenpalais und dem später so genannten Prinzessinnenpalais.
 
Als im Jahre 1797 Luises Schwiegervater starb, wurde ihr Mann mit 27 Jahren König und Luise mit 21 Jahren Königin. Sie führten eine selten innige Ehegemeinschaft und lebten auf Schloß Charlottenhof. Sie verzichteten sogar auf das in adligen Kreisen übliche "Sie" und duzten sich in aller Öffentlichkeit - eine Sensation zu ihrer Zeit. Die enge Verbundenheit der beiden ließ Luise mit den Jahren auch zur politischen Beraterin ihres Mannes werden. Etliche Sommer verbrachten sie zusammen "auf dem Land" in Paretz im Schloß, das von Freunden “Schloß Still-im-Land” genannt wurde, war es doch in vieler Hinsicht mehr ein Gutshof und ländliche Einsiedel. Besonders beliebt waren bei Luise das Erntefest und der Weihnachtsmarkt in dem kleinen Ort.
 
Im Park Schloß Charlottenburg legte übrigens Luises Hofgärtner Georg Steiner (1774-1834) eine bedeutende Sammlung von Pelargonien im Charlottenburger Schlossgarten an (mehr hier).

 

Bis zu ihrem Tod siebzehn Jahre später war sie fast ununterbrochen schwanger.  Sieben der zehn Kinder überlebten, drei Töchter und vier Söhne, unter ihnen der spätere Kaiser Wilhelm I (Rose).
Die Tochter Friederike Charlotte heiratete 1817 den Thronfolger Nikolaus (I.) von Russland und wurde so 1825 unter dem Namen Alexandra Feodorowna russische Zarin - siehe Rose Blanche Fleur.
Ihre 1803 geborene Tochter Alexandrine ( Rose) wurde Grossherzogin von Mecklenburg-Schwerin.

....

Es gab eine Dahlie "Königin Luise" (Quelle) und es gibt immer noch die Erdbeere ihres Namens. Die Lieblingsblume der Königin war die Kornblume. Ihr Sohn Wilhelm erklärte sie ebenfalls zu seiner Lieblingsblume und erhob sie zur "preußischen Blume". Die "preußisch blaue" Kornblumehatte den Farbton der Uniformröcke. In dem Buch Schön und nützlich. Aus Brandenburgs Kloster-, Schloss- & Küchengärten mehr darüber im Kapitel: "Kornblumen und Königin Luise".

Buchtipp: Königin Luise von Preußen. Ein Stern in Wetterwolken Heinz Ohff
Roman Königin Luise von Ohff

den ganzen Artikel lesen und mehr Buchtipps zur Königin Luise

Maria Zauberfee 02.08.2010, 11.21 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kalendertage | Tags: koenigin, luise, preussen, hohenzollern, luisenjahr, 2010, mecklenburg, wilhelm I, ,

Robert Fortune Pflanzensammler

Neues Porträt in der Leselaube:

Robert Fortune
 (botanisches Autorenkürzel "Fortune"),
gebürtiger Schotte, lernte im botanischen Garten Edinburg das Gartenhandwerk und bekam nach seiner Lehre eine Anstellung im Garten der traditionsreichen Horticultural Society in Cheswick/England. Der Vertrag von Nanking beendet den ersten Opiumkrieg im Jahre 1842 und gewährte England das Recht auf die Einreise in das Innere Chinas. Die Horticultural Society wählte 1943 Fortune für ihre erste Expedition nach Nordchina aus, obwohl er keinerlei Erfahrung im Pflanzensammeln hatte und auch nicht chinesisch sprach. Er sollte dort u. a. gelbblühende Kamelien und die Orange mit dem Namen "Cum-quat" suchen.
Eine der ersten Pflanzen, die er nach England schickte, war die japanische Anemone (Anemona japonica). Er reiste auch kurz auf die Philippinen und brachte von dort die Orchidee Phalaenopsis amabilis mit. Dabei sammelte er nicht unbedingt in der Natur, sondern kaufte oft auch die Pflanzen. Die zweite und dritte Reise erfolgte im Auftrag der British East India Company, die vierte im Auftrag des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums.
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Maria Zauberfee 02.08.2010, 10.27 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Gartenmenschen | Tags: robert, fortune, pflanzensammler, china, japan, indien, pflanzen,

Neues auf meiner Rosen-Homepage

In der Welt der Rosen tut sich was - ich habe viele neue Duftrosensorten eingefügt, die meisten mit Foto, die Navigation nochmal - wie ich jedenfalls denke - verbessert, zur Namensgebung der Rosen viel Neues gefunden usw. Schaut mal wieder rein :-)

Einige der neuen Fotos :

Elmar Gunsch

Nina von Staufenberg

Goldammer

Bernd Weigel Rose

The Shepherdess

Maria Zauberfee 30.07.2010, 19.44 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Homepage-News | Tags: rosen, neues, fotos, rosennamen,